Arbeitssicherheit auf die sanfte Tour

Mit Naturkautschuk und neuer Konstruktion lassen sich Füße beim Einsatz von Rollwagen besser und normgerechter schützen



In der Glas- und Keramikindustrie werden in extensiver Weise Rollenwagen genutzt, um die empfindlichen Produktionsteile und Endprodukte zu bewegen. Die europäischen Normen EN 349, 811 EN ISO 13857 und 953 und ergänzend dazu die Empfehlungen der Berufsgenossenschaft in Form der DIN 1757 befassen sich mit den Schutzeinrichtungen an Rädern, mit denen das Quetschen der Füße des Bedieners verhindert werden soll. Die darin formulierten Anforderungen wurden mit den bisher üblichen starren bzw. gefederten Fußschutzeinrichtungen erfüllt. Im Betrieb traten allerdings oft konstruktionsbedingte Nachteile zutage. Diese wurden nun mit einer neu entwickelten Bauart unter Verwendung von Naturkautschuk-Elementen komplett ausgeräumt. Für die Betriebe ist das eine gute Nachricht, denn die Sicherheit der Mitarbeiter ist das oberste Gebot. Nicht zuletzt ist jeder vermiedene Personalausfall immer viel wert.

Starr oder gefedert: Fußschutzeinrichtungen mit bauartbedingten Schönheitsfehlern
Bis dato konnten sich Kunden bei der Ausstattung der Wagenrollen mit Fußabweisern im Wesentlichen zwischen zwei Alternativen entscheiden. Schönheitsfehler weisen allerdings beide bisher verwendeten Bauweisen auf. Bei der starren Variante kann es bei unebenen Böden, wie sie etwa in älteren Werkshallen zu finden sind oder bei Rampenfahrten zu Problemen kommen. Der starre Fußschutz stößt aufgrund des notwendigen kurzen Freiraums nach unten relativ schnell auf dem Boden auf und bringt den Wagen dadurch unvorhergesehen zum Stehen oder möglicherweise zum Kippen.

Eine Abhilfe dieses Problems bringen gefederte Fußabweiser. Diese werden bei Unebenheiten und Übergängen von Rampen bzw. Berg- und Talfahrten einfach hochgedrückt, so dass keine Stoppwirkung erfolgt. Allerdings zeigen Erfahrungen aus dem Werksalltag, dass die Montage insbesondere durch die Spannung der Spiralfeder zu Schwierigkeiten beim Nachrüsten führen kann. Hin und wieder soll es darüber hinaus vorkommen, dass Rollwagen unsanft gegen Hindernisse geschoben werden oder bei Gabelstaplerfahrten angestoßen werden. In solchen Fällen treten bei dieser Bauart schnell Beschädigungen auf.

Optimierte Lösung für den Schutz der Füße: Kombination aus starren und flexiblen Elementen aus Naturkautschuk
Die Entwicklungsabteilung von TENTE konnte nun kürzlich ein neues Produkt zur Marktreife bringen, mit dem der Schutz der Füße in keiner Weise mehr unter die Räder kommen kann. Durch eine intelligente Kombination aus starren Abweisern und flexiblen Elementen ist es gelungen, allen Anforderungen und Eventualitäten in gleicher Weise gerecht zu werden.

Vor und hinter dem Rad sind bewegliche Schürzen aus Naturkautschuk mit dem Härtegrad 80 Shore angebracht, die ein Rutschen des Fußes bei der pflichtgemäßen Verwendung von Sicherheitsschuhen verhindern. Die Schürzen sind dabei so geformt, dass sie zum Rad hin zusammengedrückt werden, wenn Rad und Fuß in Berührung kommen. Auf diese
Weise ist sichergestellt, dass ein Fuß nicht unter das Rad rutschen und gequetscht werden kann.

Ein weiteres wichtiges Element des neuen Fußabweisers sind die seitlich verlaufenden starren Schutzschienen. Diese sind so geformt, dass Sie den Fuß seitlich um das Rad herumführen. Beide Elemente, also flexible Schürzen und starre seitliche Führungsschienen sorgen in Kombination dafür, dass der Fuß bei jedem denkbaren Winkel des Auftreffens sicher geschützt wird. Die seitlichen Schutzschienen verhindern darüber hinaus auch die Möglichkeit eines Knöchelbruches.

Neben der spezifischen Eignung für die Glas- und Keramikindustrie empfiehlt sich der neue Fußabweiser prinzipiell für alle Bereiche der industriellen Fertigung. Das zeigt auch die Einsatztemperatur-Range von -20 bis +80 Grad Celsius.
Die Nachrüstung gestaltet sich sehr einfach. Bezogen auf das eigene Radlieferprogramm hat der Hersteller des neuen Fußschutzes sichergestellt, dass jeweils ein Modell für alle Gestelle des gleichen Raddurchmessers eingesetzt werden kann. Kunden haben die Wahl zwischen drei Fußschutz-Größen in Übereinstimmung mit Radgrößen 125, 160, 200 und 250 mm. Auch die Montage des Abweisers an der Radgabel selbst geht einfach und schnell. Ein herstellerspezifisches „Schlüsselloch“ an der Gabel verhindert, dass der Fußabweiser später aus der waagerechten Position herausgedreht werden kann.

Feedback bislang: Hausaufgaben gemacht!
Die bisherigen Rückmeldungen sind durchweg positiv. Kunden begrüßen die eindeutige Verbesserung der Arbeitssicherheit ebenso wie die einfache und wirtschaftliche Umrüstung.

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